Das Prinzip Trotzdem: Warum wir den Journalismus vor den Medien retten müssen
Demokratie braucht freien Journalismus. Klickorientierte Medien und illiberale Politik gefährden ihn. Roger de Weck fordert mehr Qualität und Selbstkritik.
Ohne Demokratie kein kritischer, unbequemer Journalismus. Ohne Journalismus keine liberale Demokratie. Aber diese Zwillinge sind in Gefahr. Manche Demokratie wird illiberal, siehe die Allmachtgelüste von Donald Trump oder des ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orbán. Und sowohl die Wirtschaftskrise vieler Verlagshäuser als auch die Digitalisierung befördern einen von den Klicks getriebenen Medienbetrieb, der alle Massstäbe missachtet – zusehends auch in der Schweiz. Differenzierung und Nuancierung weichen dem Plakativen, selbst geringfügige Fehler werden skandalisiert. Was tun? Auf der Suche nach einem Demokratie-freundlicheren Journalismus. Dr. h.c. mult. Roger de Weck ist Autor, Podcaster und Gastprofessor am College of Europe in Brügge. Er war Generaldirektor der Schweizer Radios und Fernsehens, Präsident des traditionsreichen Graduate Institute of International and Development Studies in Genf, Chefredaktor der «Zeit» in Hamburg und des «Tages-Anzeigers». Er sagt: »Journalistinnen und Journalisten kritisieren von morgens früh bis abends spät die Politik oder die Wirtschaft. Also stehen sie in der Pflicht, auch die eigenen Branche kritisch zu beleuchten.« Der zweisprachige Freiburger de Weck studierte Volkswirtschaft an der HSG in St. Gallen. Derzeit schreibt er an seinem nächsten Buch: über das Konservative und das Bürgerliche. Sie und Ihre Freunde sind herzlich eingeladen.


